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Das Haus Isenburg

Entwicklung der Helme

Das heilige römische Reich

Die Entwicklung des Schwertes

(Dresch-)Flegel

Die Armbrust

Die ersten Armbrüste finden sich bei Tonfiguren von Qin Shihuangdi († 210 v.Chr.), dem ersten Kaiser von China. Die Armbrust in Europa stammt allerdings aus einer getrennten Entwicklung, die aus dem 3.Jahrhundert v. Chr. aus Griechenland kam.

In Xanten am Niederrhein fanden Archäologen in einer Kiesgrube metallene Reste einer römischen Torsionsarmbrust aus der Zeit um Christi Geburt. Reste ähnlicher Waffen wurden bereits in Spanien und im Irak gefunden. Ein militärischer Einsatz der Armbrust durch Legionäre ist daher wahrscheinlich. Die Römer nannten diese Waffen Ballistae. Römische Armbrüste mit Hornbogen werden auf den Reliefs von Solignac und Saint Marcel bei Puy dargestellt. Die Darstellung der letzteren wird in das 1. Jahrhundert n.Chr. datiert.

Beide Waffen haben einen kurzen Schaft. Die Sehne wurde (nach dem Relief von Solignac zu urteilen) im gespannten Zustand durch die sogenannte Nuss gehalten. Spätestens den Normannen in Frankreich gelang es, die Armbrust zu einer kriegstauglichen Waffe in Europa weiterzuentwickeln. In der Schlacht von Hastings (1066) setzten die Normannen gegen die Angelsachsen Armbrüste ein. Der Teppich von Bayeux, der diese Schlacht und ihre Vorgeschichte darstellt, zeigt allerdings keine Armbrüste; deren Existenz wurde erst durch Ausgrabungen von Armbrustbolzen auf dem Schlachtfeld bekannt.

In Europa wurde die Verwendung von Bögen und Armbrüsten in Kämpfen zwischen Christen durch das Zweite Lateranische Konzil 1139 verboten, da sie wegen ihrer Reichweite und ihrer Durchschlagskraft gegen Rüstungen als unritterlich galten. Der Einsatz gegen Heiden, insbesondere gegen arabisch/islamische Gegner, blieb jedoch erlaubt. Diese moralische Ächtung war jedoch in der Kriegspraxis nicht durchsetzbar.

Ironie der Geschichte: Ausgerechnet ein bekannter Förderer der Armbrust, Richard Löwenherz, kam 1199 durch einen Armbrustbolzen zu Tode.

Die Kadenz war im Vergleich zu den im 13./14. Jahrhundert erfolgreicheren Langbögen aus England wesentlich langsamer (1-2 pro Minute gegenüber 2-stellig beim Langbogen). Sie war daher weniger zur offenen Feldschlacht geeignet, sondern mehr als Scharfschützenwaffe für statische Belagerungskämpfe. Weiterhin war die Ausbildung des Schützen an der Armbrust einfacher und stellte weniger physische Ansprüche als die des Bogenschützen, so dass sie aufgrund aller Faktoren zur Hauptwaffe der Städter wurde.

Aus dieser Tradition entstanden die Schützengilden (siehe auch Schützenbruderschaft) und regelmäßige Schützenwettbewerbe als Training und Leistungsprüfung für wehrhafte oder auch wehrpflichtige Bürger.

Im späten 15. Jahrhundert wurde mit der Arkebuse (Hakenbüchse) eine tragbare Feuerwaffe konzipiert, die sowohl den Bogen als auch die Armbrust bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts in großen Teilen Europas verdrängt hatte.

In China gab es als Variante eine Repetierarmbrust. Über der Schussschiene war eine Führung mit Magazinkasten angebracht. Betätigt wurde die Armbrust mit einem Schwinghebel. Hebel vor: Sehne hängt sich in der Führung ein. Hebel zurück: Sehne wird gespannt und beim Erreichen des Endpunktes freigegeben, wobei sie einen Bolzen aus dem Magazin mitnimmt. Durch diesen Mechanismus wird zwar für Armbrüste eine hohe Kadenz erreicht, aber Reichweite, Zielgenauigkeit und Durchschlagskraft sind bescheiden. Deshalb wurde dieser Waffentyp vor allem zur Abwehr von Massenangriffen eingesetzt, dabei kamen teilweise vergiftete Bolzen zum Einsatz.

Es ist belegt, dass derartige Waffen noch beim Boxeraufstand 1905 verwendet wurden. Mehrere Versionen historischer Armbrüste finden sich zum Beispiel im bayerischen Armeemuseum, Abteilung für Mittelalter in Ingolstadt.

Anzahl der Bediensteten im Herrenhaus

Ein Fund zu der Anzahl und Art der Bedienstete (hier England um 1380):

Ian Mortimer „Im Mittelalter – Handbuch für Zeitreisende“


 


 Zitat:


 „Die meisten Barone hatten etwa 45 Männer in ihrem Haushalt. Im Jahr 1384 hat der Eral of Devon 135 davon, der Bischof von Ely 83. John of Gaunt – der reichste Engländer des Jahrhunderts (wenn man von Königen absieht) – hat 115 in seinen Diensten, ohne jene weiteren150 bewaffneten Gefolgsleute, die ihm zur Verfügung stehen, wann immer er will. Edward II. Hat 1318 etwa 450 bis 500 Männer in seinem Haushalt, Edward III. Zwischen 1344 und 1347, als er die meiste Zeit im Ausland kämpfte, weit über 800. In den eher ruhigen 1360er Jahren hat er zwischen 350 und 450 um sich. Den größten Haushalt in Friedenszeiten führte kein König, sondern Thomas, Earl of Lancaster, ein Cousin Edwards II., der zu Beginn des Jahrhunderts nicht weniger als 708 Männer beschäftigte...


...Von den 135 Menschen im Haushalt des Earl of Devon sind nur drei Frauen. Das ist normal – selbst in jenen Haushalten, denen eine Frau vorsteht. Vielleicht wird eine Wäscherin beschäftigt (Wäsche waschen ist im mittelalterlichen England reine Frauensache), aber sie lebt nicht im Haushalt. Die einzigen Frauen, die dort wohnen, sind die Ehefrau und die Töchter des Burgherrn und deren persönliche Gesellschafterinnen. Küchenpersonal, Knechte, Kammerdiener, Brotmeister, Mundschenk, selbst die Spüler – all diese Aufgaben übernahmen Männer und Jungen.“


Der königliche Haushalt im Jahr 1392/1393


 Amt oder Rang Zahl


-Amtsträger (Vogt, Kämmerer, Leiter des Haushalts, Gewandmeister,


Schatzmeister, Privatsiegelbewahrer, Sekretär, Armenpfleger, Arzt,


Wundarzt und Dekan der königlichen Kapelle) 11


-Ritterliche Kammerherren 8


-Schreiber 25


-Sergeanten der Leibwache 3


-Sergeanten der verschiedenen Aufgabenbereiche 17


-Esquires 101


-Jäger 10


-Kammerdiener 20


-Stallknechte 89


-andere Diener (einschließlich Boten) 80


-Knechte 53


-Kärrner 14


-Reinigungskräfte 2


Insgesamt 433


 

Benimm im Mittelalter

Benehmen und Höflichkeit nach Ian Mortimer

(aus dem Buch "Im Mittelalter, Handbuch für Zeitreisende")



Die mittelalterliche Gesellschaft wirkt in ihren Augen womöglich schmutzig, brutal und ungehobelt. Damit liegen Sie wohl nicht ganz falsch, aber das heißt nicht, dass es keine hohen Höflichkeitsstandarts gibt. Vor allem in der Gesellschaft der Reichen und Mächtigen wird besonderer Wert auf gutes Benehmen gelegt.


Wichtige Herren können da sehr empfindlich sein, und jede Respektlosigkeit ihnen oder Angehörigen ihres Haushalts gegenüber führt leicht zu Bitterkeit, Feindseligkeit und Gewalt.


Schauen Sie die königlichen Urkunden nach der Zahl der Männer durch, die nach einem Mord begnadigt worden sind; und dann denken Sie an die Abertausend Galgen überall im Land, die nie lange leer bleiben.


Manieren machen den Mann, heißt es. Sicher aber kann ein Mangel an Manieren einen Mann auch zunichtemachen.


Wichtig ist, sich immer das allgemeine Verlangen nach Respekt vor Augen zu halten. Die moderne Vorstellung, dass man seine Standesgenossen beeindruckt, indem man gesellschaftlich Höherstehende mit unverschämter Arroganz begegnet, hat im Mittelalter kenen Platz.


 

- Wenn Sie in das Haus eines gesellschaftlich Gleichrangigen oder Ranghöheren kommen, erwartet man von ihnen, dass Sie Ihre Waffen beim Torhüter abgeben oder sie ihrem Gastgeber überreichen.


"Wer immer in ein Haus kommt, sorge dafür, dass er nichts Gefährliches mitbringt", heißt es.


- Betreten Sie die große Halle nie ohne Erlaubnis, unabhängig davon, bei wem Sie sich gerade aufhalten. Bei einem Freibauern oder Kaufmann wird wahrscheinlich ein Bediensteter Ihre Ankunft ankündigen. Bei wichtigen Adeligen wird der Kammerherr oder der Zeremonienmeister oder einer seiner Platzanweiser Sie zu seinem Herrn oder seiner Herrin führen.


- Nehmen Sie um Gottes Willen Ihren Hut, Ihre Mütze oder Kaputze ab und lassen Sie sie unten, bis man ihnen sagt, dass Sie sie wieder aufsetzen können.


- Beim Eintritt verbeugen Sie sich, wenn der Mann oder die Frau Ihnen gleichrangig ist.


-Bei Höherrangigen begeben Sie sich wenigstens einmal auf die Knie (mit dem rechten Knie bis zum Boden bitte).


- Wenn Sie vor den König geführt werden, vor allem wenn Sie ihm noch nicht vorgestellt worden sind, knien Sie beim Eintritt in das Zimmer oder den Saal, gehen dann bis zur Mitte des Raumes und knien erneut.


- Wenn der König mit Ihnen zu sprechen wünscht, wird er Sie heranwinken.


- Wenn der Kammerherr Ihnen sagt, dass Sie stehen bleiben sollen, tun Sie das und gehen sie auf die Knie - dreimal.


- Warten Sie bis man Sie anspricht.


- Sprechen Sie auf keinen Fall den König zuerst an.


-Wenn Sie aufgefordert werden, etwas zu sagen, fangen Sie immer mit einen Gruß an, mit so etwas wie "Gott sei mit Euch, Herr".


- Verbeugen Sie sich immer, wenn man Sie zum Sprechen auffordert.


- Wenden Sie ihre Augen nicht vom König ab: Sie sollten ihn direkt und offen anschauen (wie jeder andere Gleichrangige oder Höherstehende, anders als in späteren Jahrhunderten).


- Drehen Sie einem Ranghöheren nie den Rücken zu. Das wäre einfach unverschämt.


- Wenn Sie eingeladen sind, eine Zeit lang am Hof eines wichtigen Herrn zu bleiben, werden Sie oft und lange einfach herumstehen.


- Setzen Sie sich nicht hin, solange der ranghöchste Anwesende Ihnen nicht die Erlaubnis dazu gibt. (das ist nicht notwendiger Weise der Hausherr; falls der König, die Königin oder irgendeine andere Person höheren Standes gerade zu Besuch ist, gebührt ihm oder ihr dieses Vorrecht.)


- Wenn ein ranghöherer eintritt, ziehen Sie sich zurück und machen ihm Platz, sodas er näher beim Herrn oder der Herrin stehen kann als Sie.


- Denken Sie daran, während Sie so da stehen, die Augen nicht umherschweifen lassen.


- Kratzen Sie sich nicht.


- Lehnen Sie sich nicht an eine Säule oder Wand.


- Fummeln Sie nicht an der Nase, den Zähnen oder Nägeln herum.


- Spucken Sie im Haus nicht aus.


 


Solange Sie selbst keinen hohen Status besitzen oder nicht mit der gesellschaftlich angesehensten Person unter den Anwesenden sehr gut bekannt sind, achten Sie unbedingt auf Ihre Bewegungen und Gesten. Alles kann als Zeichen von Respektlosigkeit gegen Sie verwendet werden, und nicht Sie, sondern der Ranghöhere bestimmt, was respektlos ist und was nicht.

Der Rosenkranz

Ein Rosenkranz ist eine Perlenschnur, die als Zählkette für das vielgliedrige Rosenkranzgebet dient. Sie kann aber auch die Bezeichnung für das Rosenkranzgebet selbst sein.

Es gibt Gebete, die an Zählketten verrichtet werden, auch in anderen christlichen Konfessionen und nicht-christlichen Religionen. In der orthodoxen Kirche hat der Rosenkranz als Zählkette für das Jesusgebet eine lange Tradition. Die Anglican Prayer Beads kombinieren Elemente des katholischen und orthodoxen Rosenkranzes. Der lutherische Christusrosenkranz ist in Anlehnung an das katholische Rosenkranzgebet entstanden. Der Rosenkranz ist inspiriert durch Gebetsketten aus dem Orient. Im Islam ist das der Tasbih, im Buddhismus und Hinduismus die Mala. Im Christentum gibt es verschiedene Formen des Rosenkranzes. Dieser Absatz gibt einen Überblick über die in der katholischen, orthodoxen und anglikanischen Kirche gebräuchlichen Formen, den Christusrosenkranz und die „Perlen des Glaubens“, eine recht junge, an griechische Komboloi angelehnte Gebets- und Andachtskette.

Der katholische Rosenkranz

Im Gebet der katholischen Kirche erfreut sich der Rosenkranz großer Beliebtheit. Mai und Oktober sind nach katholischer Tradition Monate der besonderen Verehrung Mariens, im Mai findet dies durch Maiandachten, im Oktober durch Rosenkranzandachten seine Ausdrucksform. Am 7. Oktober wird das Rosenkranzfest begangen. Dieser Absatz skizziert zunächst die geschichtliche Entwicklung und erklärt dann den Aufbau und die Gebetsweise der katholischen Rosenkranzform. Der Rosenkranz hat 59 Perlen.

Geschichte

Das katholische Rosenkranzgebet entwickelte sich aus frühmittelalterlichen Mariengebeten, bei denen das Ave Maria einhundertfünfzigmal wiederholt und mit Glaubensgeheimnissen und biblischen Texten verbunden wurde.

Die älteste schriftliche Erwähnung einer Schnur mit aufgezogenen Steinen als Zählkette für wiederholt gesprochene Gebete in der Lateinischen Kirche schreibt diese Gebetsschnur der angelsächsischen Adligen Lady Godiva († um 1085) zu:

“The circlet of precious stones which she had threaded on a cord in order that by fingering them one after another she might count her prayers exactly were to be placed on a statute of the Blessed Virgin Mary.”

– William of Malmesbury: Gesta Ponificum Anglorum, 1125, Rolls Series 311.[1]

Im 11. Jahrhundert schuf Petrus Damiani (um 1006–1072) die Form des „Ave Maria“:

„Ave Maria, gratia plena. Dominus tecum. Benedicta tu in mulieribus.“

Im 12. Jahrhundert kam der Brauch auf, dass in Klöstern die Laienbrüder bzw. -schwestern, die meist nicht lesen bzw. kein Latein konnten, statt der lateinischen Psalmen des Stundengebets andere Gebete verrichteten. Neben dem Vaterunser tritt auch das Ave Maria als Ersatzgebet für die Psalmen auf, letzteres insbesondere bei den Zisterziensern und Kartäusern. Für eine Reihe von 150 „Ave Maria“ kam in Anlehnung an die 150 Psalmen der Bibel der Name Marienpsalter auf.

Das „Alte Passional“, eine mittelhochdeutsche Legendensammlung ohne Angabe des Verfassers, vergleicht das „Ave Maria“ mit einer himmlischen Rose. Hierin gründet wohl die Bezeichnung „Rosenkranz“ für die Zählkette und eine Ave-Maria-Gebetsreihe. Eine der Legenden erzählt von einem Marienverehrer, der eine Marienstatue mit einem geflochtenen Kranz aus Rosen zu schmücken pflegte. In einer Erscheinung soll er eines Tages die Botschaft bekommen haben, dass sich Maria über einen anderen Rosenkranz mehr freue, nämlich über 50 gebetete „Ave Maria“. Diese würden in ihren Händen zu Rosen, aus denen sie den schönsten Kranz flechten könne.

Der Zisterzienserabt Stephan von Sallay († 1252) formulierte eine Vorform der 15 Rosenkranzgeheimnisse.

Durch den Kartäusermönch Heinrich von Kalkar (1328–1408) kam die Gewohnheit auf, fünfmal zehn „Ave Maria“ zu beten und jeden Zehnerblock mit einem „Vaterunser“ zu beginnen und einem „Ehre sei dem Vater“ zu beenden.

Die heute gebräuchliche Form des Rosenkranzes entstand im Advent 1409. Der Trierer Kartäuser Dominikus von Preußen († 1460) fasste die Ereignisse des Lebens Jesu in 50 Schlusssätzen (clausulae) zusammen, die sich an den (damals allein üblichen) ersten Teil des Ave Maria anschlossen. Adolf von Essen, ebenfalls aus dieser Kartause, verkürzte die „clausulae“ auf 15.

Weit verbreitet ist die von Alanus de Rupe um 1468 zuerst verbreitete Legende, dass der heilige Dominikus, Gründer des Dominikanerordens, die heutige Form des Rosenkranzes 1208 bei einer Marienerscheinung empfangen und sie in seinem Orden eingeführt haben soll. Die Legende erzählt, dass Maria den Rosenkranz Dominikus als Waffe im Kampf gegen die Albigenser geschenkt habe.

In seiner Bulle „Ea quae“ vom 9. Mai 1479 empfiehlt Papst Sixtus IV. das tägliche Beten des Rosenkranzes.

1508 wurde dem „Ave Maria“ der Schluss-Satz „Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns …“ hinzugefügt.

In seinem Breve „Consueverunt“ vom 17. September 1569 legte Papst Pius V. den Text des „Ave Maria“ endgültig fest und regelte die Form des Rosenkranzgebets offiziell.

Am 7. Oktober 1571 besiegte die katholische Seestreitmacht unter Juan de Austria, dem Stiefbruder des spanischen Königs, die türkische Mittelmeerflotte im Golf von Lepanto in der Seeschlacht von Lepanto vernichtend. Der Sieg wurde dem „Gebetssturm“ zugerechnet, bei dem in ganz Europa im Vorfeld der Seeschlacht das Rosenkranzgebet gebetet wurde. In der Folge stiftete Papst Gregor XIII. 1573 das Rosenkranzfest. Nach dem Sieg über die Türken bei Peterwardein am 5. August 1716 erhob Papst Klemens XI. das Fest zu einem Fest der ganzen Kirche.

Die Eröffnung des Rosenkranzes wird an einer am Kranz befestigten Kette mit einem Kreuz und drei kleinen Perlen, die von zwei großen Perlen gerahmt sind, gebetet. Darauf folgen fünfmal zehn kleinere Kugeln für die Ave Maria und eine davon abgesetzte große für das Vaterunser und Ehre sei dem Vater. Zehn Ave Maria, ein Vaterunser und ein Ehre sei dem Vater bilden ein Gesätz, fünf dieser Gesätze einen Rosenkranz. Das vollständige Rosenkranzgebet umfasst drei Rosenkränze, also 150 Ave Maria in Analogie zu den 150 Psalmen.

Gebetet wird der Rosenkranz wie folgt:

• Apostolisches Glaubensbekenntnis, dabei wird das Kreuz in der Hand gehalten,

• Ehre sei dem Vater, vor der ersten großen Perle,

• Vaterunser, an der ersten großen Perle,

• drei Ave Maria mit eingefügten Bitten um christliche Tugenden an den folgenden drei kleinen Perlen,

1. um Glauben: Jesus, der in uns den Glauben vermehre,

2. um Hoffnung: Jesus, der in uns die Hoffnung stärke und

3. um Liebe: Jesus, der in uns die Liebe entzünde,

• Ehre sei dem Vater und anschließend

• 50 Ave Maria, in Zehnergruppen (Gesätze) gegliedert. In jeder Zehnergruppe wird jeweils nach dem Wort „Jesus“ ein sogenanntes Geheimnis eingefügt, ein Glaubenssatz, der dem Neuen Testament entstammt und das Leben Jesu und seiner Mutter Maria betrifft.

Jedes Gesätz wird eingeleitet mit dem Vater unser (an der großen Perle) und abgeschlossen mit dem Ehre sei dem Vater (vor der nächsten großen Perle). Manchmal wird nach dem Ehre sei dem Vater noch das Fatima-Gebet eingefügt, das jedoch nicht offizieller Bestandteil des Rosenkranzes ist.

Im Kompendium des Katechismus der katholischen Kirche ist ein eigenes Schlussgebet formuliert: Bitte für uns, heilige Gottesmutter, / dass wir würdig werden der Verheißungen Christi. / Lasset uns beten. / Gott, dein eingeborener Sohn hat uns durch sein Leben, seinen Tod und seine Auferstehung die Schätze des ewigen Heiles erworben. Wir verehren diese Geheimnisse im heiligen Rosenkranz der seligen Jungfrau Maria. Lass uns nachahmen, was sie enthalten, und erlangen, was sie verheißen. Darum bitten wir durch Christus, unsern Herrn. Amen. Den Abschluss des Rosenkranzes bildet oft eine Marianische Antiphon.

In Gemeinschaft ist der Rosenkranz oft eingebettet in eine Rosenkranzandacht in einer Kirche oder Kapelle. Dabei wird das Gebet des ganzen Rosenkranzes oder einzelner Gesätze von Marienliedern, anderen marianischen Gebeten und meditativen Impulsen umrahmt.

Barmherzigkeitsrosenkranz


Paul Cézanne: Alte Frau mit Rosenkranz, 1895/96

Der Barmherzigkeitsrosenkranz wird ebenfalls auf die traditionellen Rosenkranzperlen gebetet, enthält jedoch nicht das Ave Maria, sondern konzentriert sich auf die göttliche Barmherzigkeit in Jesus Christus. Er basiert auf Visionen der polnischen Ordensschwester Faustyna Kowalska (1905–1938). Die Gebete des Barmherzigkeitsrosenkranzes sind an Gott Vater und Jesus Christus gerichtet und haben einen engen Zusammenhang mit der Eucharistie als Messopfer.

Aufbau des Barmherzigkeitsrosenkranzes:

Auf die ersten drei Perlen: Vater unser... Ave Maria... Ich glaube an Gott (Apostolisches Glaubensbekenntnis) ...

Auf die großen Perlen: „Ewiger Vater, ich opfere Dir auf den Leib und das Blut, die Seele und die Gottheit Deines über alles geliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus, um Verzeihung zu erlangen für unsere Sünden und die Sünden der ganzen Welt.“

Auf die kleinen Perlen: „Durch sein schmerzhaftes Leiden hab Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt.“

Am Ende dreimal: „Heiliger Gott, heiliger starker Gott, heiliger unsterblicher Gott, hab Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt.“

Vorher und nachher kann noch gebetet werden:

„O Blut und Wasser, aus dem Herzen Jesu als Quelle der Barmherzigkeit für uns entströmt, Jesus, ich vertraue auf Dich! Barmherziger Jesus, in dem Augenblick Deines Kreuzestodes für uns bete ich Dich an, lobpreise Dich und bitte, umfasse mit Deiner unerschöpflichen Barmherzigkeit die ganze Menschheit, besonders die armen Sünder und die Sterbenden.“

Andere Formen des Rosenkranzes

Neben der offiziellen Rosenkranzform gibt es in der katholischen Kirche noch verschiedene andere Rosenkranzformen, die sich in der Anzahl der Perlen und der Anordnung der Gebete unterscheiden.

Fingerrosenkranz



Rosenkranzring

Eine verkleinerte Form ist der sogenannte Rosenkranzring oder Fingerrosenkranz. Dieser besteht aus einem Ring mit zehn Erhebungen beziehungsweise zehn kleinen Perlen und einem Kreuz. Diese auch Soldatenrosenkranz genannte Form entstand im Mittelalter im Zuge der Kreuzzugsbewegung. An einem solchen Rosenkranz wird ein Gesätz abgezählt; fünfmal gebetet ergibt er einen großen Rosenkranz. Es gibt auch Versionen, bei denen die Anzahl der Perlen auf nur fünf verkürzt ist. Dabei wird an jeder Perle ein Ave Maria gebetet, wobei jeweils ein anderes Geheimnis angefügt wird.

Virtueller Rosenkranz

Mit Virtual Rosary kann der Rosenkranz am Computer gebetet werden. Das Programm ist für Microsoft Windows, Mac und Palm verfügbar; eine Version für Pocket PC ist in Planung. Die Software eignet sich auch als Lernprogramm, um etwa Kindern das Rosenkranzgebet beizubringen.

Auf dem Bildschirm wird ein Rosenkranz angezeigt, an dem die jeweils aktuelle Perle markiert ist; das zugehörige Gebet – 14 Sprachen sind verfügbar – wird angezeigt. Darüber hinaus wird zu jedem Geheimnis ein Bild und ein kurzer Betrachtungstext eingeblendet. Auch Hintergrundmusik ist verfügbar.

In das Programm integriert ist PrayerCast, eine Art virtuelles Fürbittbuch, in das Besucher auf der Internetseite von Virtual Rosary Gebetsanliegen eintragen können. Wird das Rosenkranzgebet unter Virtual Rosary gestartet, werden die jüngsten Eintragungen angezeigt, bei jeder Perle eine. Auf diese Weise soll eine internationale virtuelle Gebetsgemeinschaft entstehen.






Anglican Prayer Beads

Der anglikanische Rosenkranz

Der anglikanische Rosenkranz (Anglican Prayer Beads) ist eine verhältnismäßig neue Gebetsform, die Elemente des katholischen und orthodoxen Rosenkranzes enthält. Lynn Bauman entwickelte in den 1980er Jahren die Form des anglikanischen Rosenkranzes, der aus einem Kreuz und 33 Perlen besteht. Das Gebet beginnt am Kreuz, dann wird zur ersten großen Perle (The Invitatory) übergewechselt und sodann zu den vier Reihen weitergegangen, die aus je einer großen Perle (The Cruciforms) und sieben kleinen Perlen (The Weeks) bestehen.

Für das anglikanische Rosenkranzgebet gibt es keine feststehende Form. Jeder Beter kann sich die Gebete, die er an den einzelnen Perlen spricht, selbst zusammenstellen. Bekannt ist beispielsweise eine Gebetsfolge, die das Trisagion und das Jesusgebet einbezieht:



Aufbau des anglikanischen Rosenkranzes:

(1) The Cross

(2) The Invitatory

(3) The Cruciforms

(4) The Weeks

The Cross: Das Kreuz:

In the Name of God, Father, Son, and Holy Spirit. Amen. Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

The Invitatory: Invitatorium:

O God make speed to save me,

O Lord make haste to help me,

Glory to the Father, and to the Son, and to the Holy Spirit:

As it was in the beginning, is now, and will be forever.

Amen. Oh Gott, komm mir zu Hilfe,

Herr, eile mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater, und dem Sohn, und dem Heiligen Geist,

wie im Anfang so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

The Cruciforms: Kreuzformende Perlen:

Holy God,

Holy and Mighty,

Holy Immortal One,

Have mercy upon me. Heiliger Gott,

heiliger starker Gott,

heiliger unsterblicher Gott,

erbarme dich meiner.

The Weeks: Wochenperlen:

Lord Jesus Christ, Son of God,

Have mercy on me, a sinner. Herr Jesus Christus, (Sohn Gottes,)

erbarme dich meiner, eines Sünders.

Der Christus-Rosenkranz

Der Christus-Rosenkranz entstand in den 1960er Jahren durch das Bemühen der Mitglieder der Evangelischen Michaelsbruderschaft, Rudolf Ehrat, Herben Golzen und Walter Stökl, ein eng an das katholische Rosenkranzgebet angelehntes Gebet zu schaffen, das im Gegensatz zum traditionellen Rosenkranzgebet das Ave Maria nicht enthält und somit auch von evangelischen Christen gebetet und ökumenisch verwendet werden kann. Stattdessen wird dabei das aus der Kreuzwegandacht stammende Gebet „Wir beten dich an, Herr Jesus Christus und preisen dich, denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst“ wiederholt gebetet.

Das mittelalterliche Turnier

Das Turnier


Entstehungszeit


Mitte des elften Jahrhunderts fanden in Nordfrankreich die ersten Turniere statt, sie erfreuten sich aber noch keiner großen Beliebtheit. Erst rund 50 Jahre später, zu Beginn des zwölften Jahrhunderts, verbreiterte sich der Bekanntheits- und Beliebtheitsgrad in Europa. Der Kampfsport entwickelte sich ab diesem Zeitpunkt aber rasend schnell, neben der Jagd und dem wirklichen Krieg, zur Lieblingsbeschäftigung der Ritter. Die Beliebtheit erreichte unglaubliche Ausmaße, es wurden riesige Veranstaltungen von den Adligen und Königen organisiert, die nicht genug von kriegerischen Treiben sehen und erleben konnten.


Gründe


Sicherlich war der Spaß, den die Teilnehmer bei einem Turnier hatten, ein wichtiger Grund an diesen teilzunehmen. Aber im Hinterkopf hatten die meisten Ritter und Kämpfer einen anderen, sehr lukrativen Gedanken. Ein Sieg bei einem Turnier bedeutete großen Ruhm und Ehre. Er erhielt eine reiche Beute, eine angesehene, reiche Frau, einen Diener und andere Vergünstigungen. Deshalb sahen viele junge Ritter in den Turnieren eine Chance, sich einen Namen zu machen und ihre Zukunft abzusichern.


Ablauf eines Turniers


Die Turniere muss man sich wie ein riesiges Theater unter freiem Himmel vorstellen. Es wurde eine riesige Zuschauertribüne gebaut, die unmittelbar an der Kampfarena war. Um den Platz waren die Zelte der Teilnehmer aufgebaut. Zu Beginn eines Turniers wurden alle Teilnehmer den Zuschauern vorgestellt. Anschließend wurden die Turnierregeln verlesen. Darauf folgten die Wettkämpfe, in die das Publikum mit lautem Getöse und Zwischenrufen Einfluss nehmen konnten. Am Ende des Wettkampftages wurde die Siegerehrung durchgeführt, bei der der Sieger die Haupttribüne betrat und einen Kranz umgelegt bekam, natürlich von einer schönen Dame. Das darauf folgende Fest mit Speisen, Trunk und Tanz dauerte die ganze Nacht hindurch.


Formen von Turnieren


Unter Turnieren verstand man zu der damaligen Zeit Kampfspiele, bei denen der Ritter seinen Mut, seine Geschicklichkeit und seinen Umgang mit Waffen unter Beweis stellen musste. Man unterschied drei Formen von Turnieren: dem Buhurt, dem Tjost und dem Turnei.


Der Buhurt war ein Massenkampf, bei dem sich zwei gleich große Heere auf einem markierten Feld mit stumpfen Waffen bekämpften. Wurde ein Ritter von dem Gegner gefasst, so musste er seinem Bezwinger Abgaben leisten, wie z.B. Lösegeld oder sein Pferd.


Im Gegensatz zum Buhurt war der Tjost ein Zweikampf, bei dem sich die Ritter mit Pferd und Lanze bekämpften. War nach einer Zeit kein Sieger zu ermitteln, mussten die Ritter absteigen und sich mit dem Schwert versuchen. Es war nicht Pflicht, aber oft wurden dabei scharfe Schwerter benutzt.


Der Turnei war eine Art Kreuzung zwischen Buhurt und Tjost. Man kann das Turnei auch als das eigentliche Turnier nennen, da dies die weitaus gängigste und auch die beliebteste Form war. Auf einem kleinen, überschaubaren Feld standen sich zwei Gruppen von Rittern gegenüber, die dann Mann gegen Mann versuchen mussten, sich gegenseitig aus dem Sattel zu befördern.

Das Fehdewesen

Das Fehdewesen


Das im Mittelalter weit verbreitete Fehdewesen diente als Mittel zur Durchsetzung ritterlicher Interessen. Fehden waren in den wenigsten Fällen direkte Kämpfe zwischen den einzelnen Rittern. Sie wurden hauptsächlich am Besitz des jeweiligen Feindes ausgetragen. Ziel war es möglichst viel Beute zu machen. Man versuchte dies indem man die Leibeigenen Bauern des einzelnen ausbeutete und so viele Gefangene wie möglich machte um anschließend Lösegeld zu erpressen.


Das Fehdewesen war ursprünglich ein Selbsthilferecht der Ritter, da die öffentliche Gewalt nicht fähig war, Recht und Frieden zu garantieren. Das Fehdewesen verkam aber im Laufe der Zeit immer mehr zu Raubzügen. Der Schlossherr Götz von Berlichingen betrieb das Fehdewesen professionell und brachte es auf diese Weise zu enormem Reichtum.


Zum Fehdewesen gehörte auch der Zweikampf. Bei solchen Meinungsverschiedenheiten war am Ende immer der im Recht, der den Zweikampf gewann. Die Menschen im Mittelalter sahen den Ausgang eines Zweikampfes als eine Art Gottesurteil an. Der körperlich stärkste war also folglich auch immer der gläubigste und bravste.

Berufe im Mittelalter

Unehrliche Berufe,

waren im Mittelalter gesellschaftlich geächtete Berufe.

Eine andere Bezeichnung hierfür wäre auch "gehrende Leute"


Unehrlich bedeutete damals, anders als heute, nicht "betrügerisch", sondern ohne gesellschaftliches Ansehen, Ehre.

Das heißt wiederum nicht, dass Menschen die unehrliche Berufe ausübten, unehrlich, ohne Ehre und Anstand waren.


Manche Berufe galten als unehrlich, weil sie besonders unangenehme Arbeit beinhalteten, z.B. die Kloakenreinigung oder die Tierkörperverwertung, andere weil sie als unmoralisch galten, z.B. Prostitution. Das Amt des Henkers fällt wohl unter beide Kategorien. Bei manchen dieser Berufe, beim Henker oder beim Abdecker, kann man diese Einstufung noch verstehen. Bei anderen dagegen, beim Schäfer, beim Müller, beim Leinweber, beim Bader oder beim Schornsteinfeger zerbrechen sich noch heute die Gelehrten die Köpfe, aus welchen Gründen sie geächtet wurden und damit aus der Gemeinschaft ausgestoßen worden waren.

Eine mögliche Begründung wäre: Leinweber zählen zu den unehrlichen Gewerben, weil sie wie die Müller im Verdacht stehen, ihre Auftraggeber zu benachteiligen. Das für den Bauern schwer zu kontrollierende Verhältnis zwischen abgeliefertem Garn und gewebtem Stoff spielt dabei sicher eine große Rolle. Die Angehörigen von unehrlichen Berufen waren damals in ihrem Stand gefangen, es war praktisch unmöglich, aus diesem Berufsstand herauszukommen. Kinder, deren Eltern einen unehrlichen Beruf hatten, konnten auch nur einen solchen Beruf ergreifen und nur in solche Familien einheiraten. Die Angehörigen unehrlicher Berufe bildeten eine gesellschaftliche Randgruppe, die oft abgesondert leben musste. Speziell die Abdecker und die Henker standen ganz unten in der gesellschaftlichen Rangordnung. Scharfrichter hatten ihr Haus oftmals außerhalb der Stadtmauer.


Die Unehrlichen gab es in der Mittelalterlichen Stadt oder - besser gesagt - an ihrem Rande, sie waren Menschen niederer Ordnung, die keinem der Stände angehörten.

Menschen, mit denen ein ehrsamer Bürger oder Bauer nicht in Berührung kommen wollte, deren Geld selbst der Krämer nur ungern annahm, die nach ihrem Tode keiner zu Grabe tragen wollte und die auf einem abgelegenem Fleckchens des Friedhofs begraben wurden. Und das alles nur, weil sie einen Beruf hatten, der als unehrlich galt.


Zu den unehrlichen Berufen gehörten damals unter anderem:

o Bader

o Bettler

o Büttel

o Chirurgen

o Gaukler

o Gassenfeger

o Gerichtsdiener

o Hebamme

o Heilkünstler

o Lohnkämpfer

o Musikanten

o Müller

o Nachtwächter

o Schäfer

o Schneider

o Spielleute

o Taschenspieler

o Töpfer

o Weber

o Zöllner - besonders verachtete und unmoralische Tätigkeiten

o Abdecker

o Henker

o Prostituierte

o Rossschinder

o Tierverschneider

o Totengräber

Diese Menschen wurden im täglichen Leben geächtet und diffamiert.

Sie durften kein städtisches Amt ausüben, keinen Grund erwerben und wurden nicht in Zünfte aufgenommen.

Ferner waren sie nur beschränkt geschäftsfähig.

In den Geruch der Unehrlichkeit kam man aber auch, wenn man bestimmte Handlungen vornahm:

- einen Galgen, ein Henkersschwert oder den Pranger berühren

- einen Hund erschlagen

- ein verendetes Tier abhäuten oder auch lediglich dabei zusehen